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Was erwartet uns 2016 an Webdesign-Trends?
Was ist passé und was ist en vogue?

Funktionalität hat sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Nutzung mobiler Geräte durchgesetzt, doch entwickeln Designtrends sich permanent weiter. Die Trends, die uns im kommenden Jahr erwarten, lassen kaum Wünsche offen. Falls Sie das Aussehen Ihrer Website in den letzten fünf Jahren nicht mehr aktualisiert haben sollten, ist es spätestens jetzt an der Zeit, tätig zu werden. Andernfalls riskieren Sie, hinter Ihren Konkurrenten zurückzubleiben.

Das Webdesign befindet sich momentan in der Phase einer rasanten Entwicklung. In den vergangenen zwei Jahren wurden wir Zeugen der Entstehung solch wichtiger Trends wie Skrollen, Responsive Design und Storytelling. Doch was erwartet uns nun in der nahen Zukunft? Ich prophezeihe Ihnen, dass wir mehr und mehr wirklich einzigartige und gut durchdachte Websites zu sehen bekommen werden. In diesem Beitrag will ich Ihnen ein paar Ideen aufzeigen, wie Sie Ihre Website diesem aktuellen Trend näherbringen können.

Responsive Design

Dies ist inzwischen kaum mehr nur ein Trend, sondern vielmehr eine Art Industriestandard. Nicht zu Unrecht sagen Experten bereits für die nahe Zukunft voraus, dass mobile Geräten mehr Traffic im Web verursachen werden, als Desktop-Geräte. Aus diesem Grund sind Web-Designer und Website-Betreiber gleichermaßen gezwungen, diesem Aspekt gebührend Rechnung zu tragen, wollen Sie nicht den Kontakt zur neuen mobilen Generation der Internetnutzer verlieren.

Bei komplexen Seitenstrukturen sind gute Programmier- und Responsive-Design-Kenntnisse erforderlich.

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Mehr zu diesem Thema finden Sie auch in unserem Beitrag „Responsive Design – Was ist das eigentlich?“.

Single-Page-Design

Single-Page-Websites – auch „Onepager“ genannt – sind Websites, die alle Inhalte auf einer einzigen Seite anzeigen und bei denen der Nutzer von oben immer weiter nach unten skrollt. Dieses Designkonzept ist die Antwort auf das Bedürfnis der Nutzer nach strukturiert aufbereiteter und auf das Wesentliche konzentrierter Information.

Das Skrollen ist nach wie vor populär und zwar aus mehreren Gründen: Es ist intuitiv, bietet ein interaktives Erlebnis mit der Website und verbessert deutlich das Nutzererlebnis.

Zudem lassen solche „Onepager“ Geschichten lebendig werden. Sie eignen sich hervorragend für das sog. „Storytelling“. Auf diese Art und Weise läßt sich z. B. die Geschichte eines Produkts sehr eindrucksvoll darstellen. Onepager bieten Designern die Möglichkeit, stärker in Bühnen und Kapiteln als in Seiten und Rastern zu denken. Durch das Zusammenspiel von Text, Grafik und Animation entsteht ein ganz besonderes Leseerlebnis für den Nutzer.

Storytelling

Emotionen und Geschichten regieren erfolgreiches Marketing, denn eine gute Story macht ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Marke erst greifbar. Gut unterhalten zu werden, ist eines der mächtigsten emotionalen Bedürfnisse des Menschen.

Ziel des Storytellings ist es, den Besucher einer Website mit einer spannenden Geschichte rund um eine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu fesseln, um ihn so dazu zu bringen, sich mit dieser Marke, dem Produkt oder der Dienstleistung zu identifizieren. In Kombination mit Parallax-Scrolling-Effekten können auf diese Art und Weise sehr lebendige Websites mit spannender Benutzerführung entstehen. Doch gut gemachtes Storytelling kann bei einer Website durchaus ein komplexes Unterfangen sein, dass dann folglich auch mit einem entsprechenden Aufwand verbunden ist.

Wenn es aber gelingt, mit einer Symbiose aus Text, Bild, Video und Ton den Nutzer emotional zu erreichen und ihn – interaktiv geführt – mitzunehmen auf eine fantastische Reise in faszinierende Welten und Geschichten, verstärkt sich die Identifikation mit den Angeboten dergestalt, dass sie gern diskutiert, immer wieder aufgegriffen und in sozialen Netzwerken geteilt werden, denn gute Geschichten verbreiten sich wie von selbst.

Ein sehr gelungenes Beispiel für diese Art von Storytelling ist zweifellos die Website von BOLIGREISEN (The House Hunters Journey):

Mehr zu diesem Thema finden Sie auch in unserem Beitrag „Es war einmal – erzählen Sie Ihre Geschichte“.

Ghost-Buttons

Der Begriff Ghost-Button steht für ein Design-Konzept, bei dem Buttons auf ein Minimum reduziert werden. Der eigentliche Ghost-Button besteht nur aus einem meist dünnen Rahmen und dem darin stehenden Text. Minimalistischer lässt sich ein Button kaum gestalten – vorausgesetzt, man soll ihn auch noch als Button erkennen können. In dieser Weise reduziert ist er quasi nur noch ein Schatten seiner selbst, also ein Geist.

„Geister-Button“ hört sich zwar nicht sonderlich spannend an, kann aber richtig schick aussehen, denn er kommt elegant und filigran daher und ist aufgrund dessen sehr populär geworden. Aus diesem Grund werden uns diese Buttons sicher noch eine Zeit lang begleiten – vor allem auf Websites mit charakteristischer Typographie, kräftigen Farben und Hintergrundvideos.

Card Layout

Man versteht darunter die Unterteilung einer Webseite in verschiedene, leicht zu unterscheidende „Karten“ in Form von Quadraten und Rechtecken, die im Wesentlichen kurze Textbotschaften, ein Bild oder einen „Call To Action“-Button (CTA = Handlungsaufforderung an den Nutzer) enthalten. Dieses Design sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch „fingerfreundlich“ und ermöglicht so eine schnelle und einfache Navigation sowohl auf Desktop- als auch auf Touch-Geräten.

Funktionelle Typografie

Mit der Weiterentwicklung des Responsive Webdesigns und der Konzentration der Webdesigner auf eine optimierte Nutzbarkeit, insbesondere auch auf mobilen Geräten, ist die Wahl der richtigen Schrift mehr und mehr in den Fokus der Webdesignergemeinde getreten. Hierbei spielt vor allem auch die Schriftgröße eine wichtige Rolle und der Trend geht eindeutig in Richtung großzügiger Fließtexte und riesiger Überschriften.

Aber große Schrifttypen sind nicht nur angenehm zu lesen, sondern können – richtig eingesetzt – auch einen kreativen und künstlerischen Charakter haben. Und weil sich heute z. B. bei Google Fonts oder Typekit eine große Auswahl an schönen und individuellen Schriften finden lassen, die teilweise auch kostenlos zu haben sind, kann Typografie derzeit mehr denn je als wichtiges Stilelement im Webdesign verwendet werden.

Hintergrund- und Full-Screen-Videos

Videos, die im Hintergrund einer Webseite ablaufen, waren bereits in 2015 populär und dieser Trend wird sich in 2016 noch verstärken, denn mit Hilfe bewegter Bilder lassen sich die Geschichte eines Unternehmens oder die Fertigung eines Produkts sehr viel eindrucksvoller erzählen und somit auch Emotionen transportieren, als es über statischen Text oder unbewegte Bildelemente möglich wäre.

Ein eindrucksvolles Besispiel für eine Website mit Hintergrundvideo ist der Internetauftritte der Marketing-Agentur MEDIABOOM:

Hintergrundmusik

Was noch vor ein paar Jahren ein absolutes No-Go war und vielen Webmastern als Anfängerfehler vorgehalten wurde, scheint nun wieder im Kommen zu sein: automatisch einsetzende Hintergrundmusik.

Man findet sie hauptsächlich (und zunehmend) bei Auftritten aus dem Bereich der Gastronomie und der Möbelbranche, aber auch bei nahmhaften Webdesign-Agenturen ist dieser Trend wahrnehmbar. In kaum einem Punkt allerdings ist die Webdesignergemeinde und auch das Publikum so polarisiert wie in diesem. Es gibt entweder krasse Gegner oder wahre Liebhaber.

Doch urteilen Sie selbst: SUPER TOP SECRET

Schlagworte: Design, Storytelling, Trends, Webdesign
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